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Ratgeber · Wechseljahre

Hitzewallungen: Was dahintersteckt und was wirklich hilft

Plötzlich wird es heiß, das Gesicht glüht, und ein paar Minuten später ist alles wieder vorbei. Warum das passiert und was du selbst tun kannst.

Redaktion Forum Gesundcheck · 6 Min. Lesezeit

Was im Körper passiert

Hitzewallungen gehören zu den häufigsten Beschwerden in den Wechseljahren. Der Grund ist das sinkende Östrogen. Es beeinflusst das Wärmezentrum im Gehirn, das die Körpertemperatur regelt. Wird der Östrogenspiegel unruhig, reagiert dieses Zentrum schon auf kleine Temperaturänderungen: Die Blutgefäße in der Haut weiten sich, das Herz schlägt schneller, und der Körper versucht, über Schweiß Wärme loszuwerden.

Eine Hitzewallung dauert meist nur wenige Minuten. Bei vielen Frauen treten sie über mehrere Jahre auf, bei manchen nur selten, bei anderen mehrmals am Tag und in der Nacht.

Typische Auslöser

Nicht jede Hitzewallung hat einen erkennbaren Auslöser. Viele Frauen bemerken aber Muster. Häufig genannt werden:

  • Alkohol, vor allem Rotwein
  • Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke
  • scharfes Essen und heiße Getränke
  • Stress und Aufregung
  • warme, schlecht gelüftete Räume
  • Rauchen

Ein kurzes Tagebuch über zwei, drei Wochen hilft, die eigenen Auslöser zu erkennen.

Was im Alltag hilft

  • Zwiebellook: mehrere dünne Schichten, die sich schnell ausziehen lassen.
  • Kühles Schlafzimmer: eher 16 bis 18 Grad, leichte Bettdecke, Baumwolle statt Kunstfaser.
  • Ruhig atmen: Beim Einsetzen einer Hitzewallung langsam und tief in den Bauch atmen. Das nimmt vielen Frauen die Anspannung.
  • Regelmäßige Bewegung: Ausdauer an der frischen Luft tut dem Kreislauf und dem Schlaf gut.
  • Nicht rauchen: Raucherinnen haben häufiger und stärkere Beschwerden.

Was die Medizin anbieten kann

Wenn Hitzewallungen den Alltag oder den Schlaf stark stören, lohnt sich das Gespräch mit der Frauenärztin oder dem Frauenarzt. Die wirksamste Behandlung ist eine Hormonersatztherapie. Ob sie infrage kommt, hängt vom Alter, der Vorgeschichte und den persönlichen Risiken ab und sollte immer gemeinsam abgewogen werden. Es gibt auch Medikamente ohne Hormone, und eine kognitive Verhaltenstherapie kann nachweislich helfen, besser mit den Beschwerden umzugehen.

Bei pflanzlichen Mitteln ist die Studienlage uneinheitlich. Wer sie ausprobieren möchte, sollte das in der Apotheke oder ärztlich besprechen, vor allem bei Vorerkrankungen oder anderen Medikamenten.

Wann du zum Arzt solltest

Lass dich untersuchen, wenn die Beschwerden sehr stark sind, wenn du dauerhaft schlecht schläfst, wenn sich deine Blutungen stark verändern oder wenn nach dem Ausbleiben der Periode wieder Blutungen auftreten.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.

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